Tipps und Anregungen – Leichte Wunden und Verbrennungen optimal behandeln

Kurz nicht aufgepasst und schon hat man sich in der Küche geschnitten, beim Backen das heiße Blech angefasst oder ist gestolpert und hat sich das Knie aufgeschürft. Leichte Wunden und Verbrennungen kommen im Alltag häufig vor. Wir zeigen Ihnen, wie die natürliche Wundheilung funktioniert und geben Ihnen Tipps, wie Sie diese noch beschleunigen können.

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Die natürliche Wundheilung

Wunden können durch mechanische Gewalteinwirkung, Hitze oder Chemikalien entstehen. Die häufigsten Haushalts- und Freizeitverletzungen sind leichte Schnitt- und Schürfwunden sowie leichte Verbrennungen. Selbst bei diesen harmlosen Blessuren ist die wichtige Schutzfunktion der Haut kurzfristig aufgehoben: Der Organismus ist an der verletzten Stelle Keimen und Umwelteinflüssen ausgeliefert. Um diesen Verlust auszugleichen, hat der Organismus einen ausgeklügelten Reparaturmechanismus entwickelt: die Wundheilung. Sie läuft in den folgenden drei Phasen ab:

  1. Selbstreinigung der Wunde (Entzündungsphase)
  2. Auffüllen der Wunde (Aufbauphase)
  3. Feinschliff - die endgültige Narbe entsteht (Reifungsphase)

Ob dabei eine (sichtbare) Narbe zurückbleibt, hängt von Ausmaß und Tiefe der Wunde ab. Verletzungen, die nur die Oberhaut betreffen, bluten nicht, da die Oberhaut keine Blutgefäße enthält. Wird jedoch die Lederhaut verletzt, fließt Blut und es bleibt eine mehr oder weniger sichtbare Narbe zurück.

Ablauf der Wundheilung

Sobald die Blutung gestoppt ist, beginnt der Wiederaufbau der Haut. Vorab wird im Rahmen der Entzündungsphase die Wunde von innen gereinigt: Die Blutgefäße werden durchlässiger, sodass ein „Reinigungstrupp“ aus Gewebsbotenstoffen, Immunzellen und Enzymen in die Wunde einwandern kann, um dort Gewebsreste und Krankheitserreger zu beseitigen. Um die Selbstreinigung nicht zu behindern, ist es wichtig, die Wunde nicht austrocknen zu lassen.

Die darauf folgende Aufbauphase vereinigt zwei wichtige Schritte: Ähnlich wie bei einem Hausbau wird die Wunde von Grund auf mit einem Fundament aus Ersatzgewebe und Bindegewebsfasern aufgefüllt. Zudem wandern von den Wundrändern ausgehend neue Hautzellen in die Mitte der Wundoberfläche, um sie mit einem Dach aus Haut zu bedecken. Der abschließende Feinschliff erfolgt in der Reifungsphase im Inneren der Haut: Die Wunde zieht sich zusammen und das provisorische Ersatzgewebe wird nach und nach in die endgültige Narbe umgewandelt - dieser Prozess ist von außen nicht sichtbar.

Beschleunigter Heilungsprozess durch feuchte Wundheilung

Die Wundheilung ist ein hocheffizienter, jedoch auch störanfälliger Prozess: Zahlreiche innere und äußere Faktoren können die Wundheilung behindern. Beispielsweise können Nährstoffmangel oder Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes die natürlichen Regenerationsprozesse verlangsamen. Eine wichtige Rolle spielt auch die Wundfeuchtigkeit: So laufen in einem feuchten Wundmilieu die Heilungsprozesse in einer leichten Wunde schneller ab, da unter anderem wichtige Immunzellen, Wachstumsfaktoren und Enzyme, die für den Heilungsprozess erforderlich sind, aktiver sind. Zusätzlich wird das Risiko der Narbenbildung reduziert. In Krankenhäusern ist die Anwendung der feuchten Wundheilung daher auch schon lange bei schweren Wunden etabliert.

Ein feuchtes Wundmilieu lässt sich gezielt durch feuchte Wundversorgung mit speziellen Gelen wie Fenistil® Wundheilgel unterstützen. Diese Gele fördern die sensiblen Heilungsprozesse optimal - und die Haut kann schneller wieder ihren zahlreichen Aufgaben nachkommen.

Tipps für die optimale Behandlung Ihrer Wunden

  • Wunden sollten zuerst, z.B. mit trinkbarem Leitungswasser, gereinigt werden. Entfernen Sie nur die Fremdkörper, die sich bei der Wundreinigung von selbst lösen. Dabei sollten Sie immer von der Wunde wegwischen. Dies reduziert die Infektionsgefahr. Wenn nötig, desinfizieren Sie die Wunde - eine einmalige Desinfektion ist dabei in der Regel ausreichend.
  • Wenn es sich um eine Verbrennung handelt, halten Sie die verletzte Stelle für ca. 5 - 10 Minuten unter kaltes Wasser. Am besten kühlen Sie auch das Verbandsmaterial. Sie sollten jedoch nie Eis auf Verbrennungen legen, da das die Haut zusätzlich schädigen kann.
  • Versorgen Sie die Wunde anschließend mit einem Wundheilgel, um optimale Heilungsbedingungen zu schaffen. Denn in einem feuchten Wundmilieu wird ein optimale Heilungsprozess gefördet und das Narbenrisiko reduziert. Das Wundheilgel kann sofort nach Blutungsstopp auf die gereinigte Wunde aufgetragen werden und wird angewandt, bis die Wunde verheilt ist.
  • Bei Bedarf kann die Wunde mit einem Pflaster abgedeckt werden.